Rakis Ratgeber für Nachwuchsbands

Du hast auch eine Band und willst berühmt werden?
Du spielst in einer Band, vorzugsweise in einer Gitarren orientierten, und willst nicht mehr nur im Proberaum herumrocken?
Du willst noch viel mehr von deiner Band? Du hast dich entschlossen, alle Partyhighlights in deinem Freundeskreis zu verpassen, um gerade an diesen Terminen in irgendeinem heruntergekommenen Jugendzentrum im Irgendwo vor 10 Betrunkenen einen Auftritt zu spielen?
Frühzeitig an asthmatischen Allergiekrankheiten und Rheuma zu erkranken, weil du ständig in kalten, schimmligen Proberäumen probst?
Dein Unfalltotrisiko aufs Maximale zu schrauben, weil du unentwegt im eigentlich verkehrsuntauglichen Bandbus auf der Autobahn herumeierst?
Na, dann können wir dir vielleicht mit unseren Erfahrungen aus den letzten 10 Jahren weiterhelfen, damit dir das alles auch gelingt.

  1. Konzerte
  2. Vorgruppenjobs / Support
  3. Bandfestivals
  4. Veranstalter
  5. Bookingagenturen
  6. Proben
  7. Equipment
  8. Bandbus
  9. Roadies / Crew
  10. Internet
  11. Sampler
  12. Aufnahmen / Studios
  13. Plattenfirmen
  14. Merchandise
  15. Gewerbe anmelden?
  16. GEMA?
  17. Management?
  18. Sonstiges
  19. Buchtipps
  20. Ein Beispiel

Rockbands gründen sich in aller Regel, weil sie entweder ehrgeizige Ambitionen haben, ihren Musikstil zu revolutionieren und im Studio freakige Sachen zu experimentieren, oder aber um den Traum von großartigen Livekonzerten zu verwirklichen und ordentlich auf die Kacke zu hauen.
Macht euch klar, was von beidem oder was überhaupt ihr erreichen wollt. Von Ersterem habe ich keine Ahnung. Aber die steinigen Anfänge einer Rockkarriere, die vor allem bei Auftritten auf Schulbandfestivals und in Jugendzentren passieren, sind mit wohl bekannt. Die Ratschläge, die ich hier gebe, sind allerdings einerseits sehr Ort und Zeit abhängig.
In 10 Jahren gelten für die Musikszene vielleicht schon wieder ganz andere Regeln, und in anderen Ländern ticken die Uhren eh unterschiedlich. Außerdem sind dies nur Tipps zur optimalen Erfolgsmaximierung.
Diese sollte aber nie der Antrieb sein, der dich an diesen Bandzirkus fesselt. Wenn der Spaß nicht an erster Stelle steht, egal auf welchem Level sich deine Band befindet, läuft irgendwas falsch, und plötzlich stehst du auf der Bühne der deutschen Grand Prix Vorentscheidung.
Allerdings begeht wirklich jede Band irgendwann einige saublöde Fehler, die immer viele Nerven, und häufig auch viel Geld kosten. Klar, Rock 'n Roll ist kein Lehnstuhl, aber einigen Scheiß kann man sich wirklich sparen. Dazu sollen diese Tipps beitragen.

Konzerte

Spielt so viel wie möglich live! Nur Erfahrung macht euch gut. Und zwar VIEL Erfahrung.

Um an Auftritte zu kommen, schickt so viele Demos wie möglich an Jugendzentren und jeden Veranstalter, den ihr so kennt.
Spielt bei jedem dämlichen Schulfest.
Nur mit Livekonzerten macht ihr euch einen Namen.

Nichts nervt mehr, als reißende Gitarrensaiten auf Konzerten.
Gitarristen sollten vor Auftritten neue Saiten aufziehen, möglichst einen Tag oder mehrere Stunden vorher, und sie ein wenig einspielen, damit sie sich nicht so stark verstimmen.
So könnt ihr die Gefahr erheblich verringern. Spielt auf keinen Fall mit Saiten, die ihr schon nen Monat bespielt!
Live haut man immer gnadenloser aufs Instrument ein, als im Proberaum! Sprecht euch mit anderen Bands ab, falls ihr noch keinen 'Backliner', also Gitarrentechniker dabei habt!
Eine gestimmte Ersatzgitarre sollte immer griffbereit liegen. Idealerweise steht nebenan ein komplettes Ersatzequipment, sowie Alternativmusiker, falls der Drummer mal Pipi muss.

Besorgt euch möglichst schnell vernünftige Cases für eure Instrumente.
Leider passen die doofen Dinger nie auf sich selber auf.
Kümmert euch um eine Instrumentenversicherung! Proberäume, die von mehreren Bands geteilt werden, und Bandfestivals eignen sich hervorragend, um jegliches Equipment zu ruinieren oder in Luft aufzulösen, ohne je einen Schuldigen zu hinterlassen.
Eine Versicherung kann sich da recht bald bezahlt machen, denn ohne Instrumente gibt's auch keine Band.
Und wer hat schon alles doppelt.

Übt euch im Understatement! Habt mehr drauf als das, was ihr darbietet.
So könnt ihr immer wieder aufs Neue überraschen.

Versucht immer, mehrere Konzerte hintereinander zu legen.
Der Aufwand zu zwei Konzerten zu fahren, ist fast genau so groß, wie bei einem einzigen Konzert. Spart eure Kräfte für die Aftershowparties! Außerdem erreicht ihr mit Einzelgigs niemals dieses ominöse und faszinierende Tourfeeling von Dauerkater und zeitlicher und räumlicher Orientierungslosigkeit.

Der Autor in einem archaischen Proberaum im Jahr 1994.

Wenn ihr euch schon einen gewissen Namen erspielt habt, wird es wichtig, dass ihr nicht zu häufig in derselben Gegend spielt.
Euer Auftritt muss ein Event sein, und keine Selbstverständlichkeit oder Gewohnheit.
Wenn das Publikum genauso gut nächste Woche zu eurem Konzert kommen kann, weil ihr dann im Kaff oder Club um die Ecke bei der nächsten Party auftreten werdet, dann kommt sie heute unter Umständen nicht.
Besser ist es aber, seltener am gleichen Ort zu spielen, wenn dafür dann mehr Publikum auftaucht. Eure potentiellen Kunden müssen wissen, dass ordentlich was abgeht, wenn ihr mal spielt, denn zum Teil kommen Menschen ja auch nur deshalb zu Konzerten, weil sie wissen, dass sie dort ihre Kumpels treffen können. Das müsst ihr gewährleisten!
Grundsätzlich empfiehlt es sich, Ort und Zeitpunkt von Auftritten geschickt auszutüfteln.
Dabei könnt ihr euch ne Menge von größeren Bands abgucken: Spielt in möglichst bekannten Clubs! Die haben meist ein Stammpublikum, auf das man zählen kann, und Fans wissen von anderen Konzerten, wie sie dort hinkommen. Weniger Abenteuerlustige lassen sich eventuell abschrecken, wenn sie am Abend erstmal durch dunkle Industrievororte irren müssen, um den Club zu finden. Spielt nicht zu oft, aber auch nicht zu selten in einer Region. Das heißt maximal viermal pro Jahr im Umkreis von 30-40 Kilometer. Je nach Bundesland gelten Distanzen sehr unterschiedlich, weil die Dichte von Clubs und Auftrittsmöglichkeiten sehr variieren. Minimal solltet ihr aber auch einmal pro Jahr vorbei kommen. Nach zwei Jahren müsst ihr euch wieder ein ganz neues Publikum erspielen, nach einem Jahr kann man noch gut auf den letzten Erfolg (?) aufbauen. Spielt ihr irgendwo auf einem Festival vor viel neuem Publikum, seht zu, dass ihr in den nächsten drei Monaten im gleichen Umkreis ein Clubkonzert spielt. Und dann nach einem halben Jahr noch mal. So könnt ihr gut erkennen, ob es vorwärts geht!
Weitgehend sinnlos sind daher Konzerte, die sehr weit weg von eurer Heimat weg liegen, und ihr womöglich erstmal zwei Jahre nicht wieder hinkommt. Bis dahin hat man euch dort vergessen. Und dafür habt ihr ne Menge Spritkohle ausgegeben. Häufig ist das der Fall, wenn ihr bei irgendeiner größeren Band Support spielen könnt. Solche Gigs machen zwar meist viel her, aber wenn ihr sie gescheit nutzen wollt, müssen Folgekonzerte garantiert sein. Natürlich kann man sich das nicht immer aussuchen, und wenn's euch wirklich unter den Nägeln brennt, solltet ihr natürlich jedes Konzertangebot annehmen. Aber systematisch funktioniert es nur so, wie beschrieben.

Vorgruppenjobs / Support

Solange euch noch niemand kennt, konzentriert euch auf die Rolle als gute Vorgruppe.
Bastelt ein kurzes, aber gutes Programm! Vorbands, die länger als eine dreiviertel Stunde spielen, sind sehr leicht anstrengend fürs Publikum.
Und wenn dann musikalisch noch nicht alles stimmt, dann ist dieses sehr leicht verleitet, die Band total Scheiße zu finden. Dagegen lässt sich in einer halben Stunde eigentlich alles rüberbringen, was es braucht, um das Publikum für euch zu gewinnen.
Priorität liegt immer beim Entertainment! Alles kann noch so viel Inhalt, Kritik, Gefühl und Tiefe besitzen, die Leute kriegt ihr zuerst übers Entertainment.
Danach mit dem Rest. Nach Möglichkeit soll euch das Publikum ja nicht nur dieses eine Mal sehen wollen, sondern beim nächsten Mal wiederkommen.

Wie große Bands ihre Vorgruppen auswählen, ist nur selten nachvollziehbar, daher beißt euch nicht Zähne daran aus, unbedingt mit dieser oder jener Band zu spielen.
Wenn der musikalische Abstand zu groß ist, findet euch das Publikum eh nur scheiße, und der Gig bringt überhaupt nix. Besser ist:

Schließt euch mit anderen Bands zusammen. Konkurrenz ist in der Musik eigentlich völlig fehl am Platz, schließlich soll es nicht Ziel sein, dereinst im Bandranking des Focus auf dem ersten Platz zu landen.
Statt allein zu spielen, spielt man lieber immer mit weiteren Bands, dann kann man "Festival" aufs Plakat schreiben, darauf fällt das Publikum immer rein.

Vergleicht euch mit Bands, die ein Stück über eurem Niveau spielen, nicht mit denen, die schlechter als ihr sind. Von Profibands lernt man nur schwer, weil deren Strukturen nur schwer zu durchschauen sind.
Aber eine Band, die nur ein oder zwei Schritte weiter ist als ihr, könnt ihr noch leicht beurteilen.

Schneidet möglichst häufig eure Konzerte mit Kameras oder irgendwelchen Tonbändern mit.
Schaut sie euch anschließend gemeinsam und mit Freunden an und macht euch gegenseitig fertig.
Sonst merkt ihr nicht, ob das, was ihr vorhabt, auch so rüberkommt, wie ihr euch das gedacht habt, oder ob die goldenen Buffalos wirklich zum lila Cordanzug passen.

Bandfestivals

… eignen sich, um den Fankreis auszudehnen.
Konzerte, bei denen eh nur die üblichen fünfzehn Kumpels vorbeikommen, können zwar super lustig sein.
Für euer Weiterkommen bedeuten sie aber nichts.
Es ist ein viel größerer Erfolg ein Publikum überzeugt zu haben, dass vorher keine, oder eine schlechte Meinung von euch hatte, als treue Fans zu beglücken.

Veranstalter

Versucht stets herauszufinden, wer bei einem Konzert die Fäden der Organisation in der Hand hält.
Denn der Veranstalter könnte in Zukunft noch mal wichtig für euch sein.
Es ist zwar total cool, und für bestimmte Attitüden für die Bandvita konstitutiv, backstage mit den anderen Bands oder auf der Bühne unheimlich viel zu saufen, möglichst viel Mist zu bauen, nix auf die Reihe zu kriegen, maximal viel Chaos zu stiften und Kram zu zerstören, Mikros zu klauen und alle Räume zu versauen.
Aber Veranstalter finden das manchmal nicht so …
Denen sollte man halbwegs nett kommen, wenn man es darauf anlegt, noch mal eingeladen zu werden. Also: Seid freundlich und hilfsbereit. Gebt und euch wird gegeben werden. (Und redet nur in Bibelzitaten.)

Der nächste Schritt ist es, möglichst alle Organisationsstrukturen eines Konzertes zu durchblicken.
Hinterfragt, wer welchen Job macht, und wo welches Geld bleibt. Was kostet der Raum, wie viel die PA, wer bewirtet die Theke, gibt's nen Türsteher, welche Werbung ist gelaufen, und was wurde dafür ausgegeben, welche Band erhält wie viel Kohle, und wo bleibt eigentlich der ganze Rest?
Wenn ihr das alles verstanden habt und alle wirklich alle Informationen beisammen habt, dann könnt ihr beurteilen, ob und welcher Eintrittspreis gerechtfertigt ist und wie viel Geld ihr verlangen könnt.
Wenn ihr euch sicher seid, dass in aller Regel die meisten Leute euretwegen zu dem Konzert kommen, sollen eigentlich etwa 70% des Gewinns eines Abends an euch fließen.
Sonst profitiert irgendwer anderes an eurer Arbeit. Und das sollte nur bei Benefizveranstaltungen der Fall sein.

Achtet darauf, mit wem ihr es zu tun habt! Im Vorhinein ist das zwar nicht so einfach und ein Urteil erlaubt sich auch erst, wenn ihr den Veranstalter kennen gelernt habt, aber durch einige Fragen könnt ihr abklären, ob alles gescheit vorbereitet wird. Zum Veranstalter fühlen sich viele berufen, aber wie auch bei Bands schaffen nur wenige den Durchbruch.
Veranstalter zu spielen verlangt genau so viel Erfahrung, wie eine Band geschickt aufzubauen.

Fragt nach, ob und was für Konzerte derjenige sonst so veranstaltet. Bucht er den Veranstaltungsort zum ersten Mal, oder war er dort schon häufiger zu Gange? Was für einen Anlage steht dort? Wieviel kostet der Eintritt, welche Werbung wird gemacht?
Organisiert er die Veranstaltung auf eigene Kosten, oder gibt es einen städtischen Träger o.ä., der ihn finanziell unterstützt / unabhängig macht?
Wie sieht der Zeitplan aus? Klingt dieser realistisch (spätestens bei fünf Bands am Abend sollte man skeptisch werden, ob ein reibungsfreier Ablauf gewährleistet ist, selbst wenn man's mit Profis zu tun hat)?
Wo übernachtet ihr? Kündigt vorher genau an, womit der Veranstalter bei euch rechnen muss.
Macht Verträge, auch wenn es euch noch so doof vorkommt.
Eine Band mit Vertrag wird ernster genommen (und wirkt arrogant, klar. Aber das tut ihr sowieso, wenn ihr mal darauf besteht, dass Absprachen auch eingehalten werden).
Haltet fest, mit wie viel Personen ihr anreist und wie viel Bier und Essen der Veranstalter auf jeden Fall bereitstellen muss, damit ihr nicht die Garderobe auseinander nehmt.
Zeichnet per Computer einen Stageplan eurer Band, auf dem verzeichnet ist, welcher Verstärker und welcher Musiker an welcher Stelle steht, wer ein Mikro benötigt und wer eine Monitorbox.

Lasst euch all dies unterschrieben zurückschicken! Hilfreich sind Formblätter, einmal eins für den Veranstalter, auf dem alle Rahmendaten über euch drauf stehen, und eins für euch, wo alle Adressen, Uhrzeiten, Bühnenmaße, Zuschauerkapazität usw. drauf stehen.
Dass all diese Einzelheiten per Unterschrift abgesegnet werden, bedeutet natürlich noch nicht, dass sie auch alle eintreffen. Aber zumindest habt ihr einen Orientierungsrahmen.
Fragt spätestens bei eurer Ankunft nach, wer für euch zuständig ist!
Bei Kollektivorganisationen geht diese Frage schon mal unter.
Erkundigt euch, wer dafür verantwortlich ist, dass alles am Schnürchen läuft und die Bands rechtzeitig auf der Bühne stehen, und nicht erst zwei Stunden später.
Wenn derjenige dann nicht vorhanden, sehr nervös, überarbeitet oder sonst wie verpeilt ist, nehmt die Dinge am Besten selbst in die Hand.
Wir mussten auch schonmal selber Türsteher am Eintritt spielen und Bühnen aufbauen, weil's sonst niemand tat.

Bookingagenturen

Wenn ihr genügend Scheiß und Stress mit Veranstaltern erlebt habt, um selbst auf alle Eventualitäten zu achten, die zu den Konzerten aufgeführt sind, dürft ihr den Job an eine Agentur abgeben.
Denn natürlich nerven die meisten Fragen, und es ist ungemein erholsam, wenn man bei Problemen einfach auf den Booker verweisen kann, und dieser telefonisch retten muss, was vor Ort den Bach herunter geht.
Das lässt man sich dann auch gerne was kosten. Doch nicht zuviel! Konventionell erhält eine Agentur 15-20% der Nettogage. (Als Band kassiert man nur 7% Umsatzsteuer! Siehe auch unter 'Gewerbe anmelden'!)
Dafür sollte sie auch einen rundum reibungsfreien Ablauf des Abends garantieren können. Bedenklich sind Deals, nach denen die Agentur eine feste Mindestpauschale kassiert.
Die Agentur sollte stets voll und ganz an den Höhen und Tiefen der Gagen teilhaben.

Der Vorteil einer Agentur ist nicht nur die Arbeitserleichterung für euch, sondern deren Erfahrung und ihre guten Kontakte.
Bevor ihr ein Netz von Veranstaltern aufgebaut habt, die euch kennen und mit denen es gut läuft, dauerts ewig.
Eine Agentur, die nicht erst seit letztem Mittwoch am Markt ist, kann besser einschätzen, mit wem man ein Konzert veranstalten sollte, und wer dubios ist. Außerdem könnt ihr möglicherweise mal Vorgruppe anderer Bands werden, die die Agentur auch betreut.
Für die Veranstalter ist's überdies auch einfacher, wenn sie häufiger mit den gleichen Ansprechpartnern zu tun haben, als mit jeder Band persönlich zu reden. Eine Bookingagentur empfiehlt sich also auch für kleine Bands sehr!
Man braucht nur ein wenig Glück, um eine passende zu finden …

Proben

Probt mindestens einmal die Woche! Besser noch mehrfach und im Idealfall an aufeinander folgenden Tagen.
Das ermöglicht viel effizienteres Arbeiten.

Proben und Drogen reimt sich nicht nur unheimlich schlecht, sie behindern sich auch gegenseitig.
Wenn ihr nicht grad ne Psychodelic-Band seid (Hanf), oder Funk spielt (Speed), dann trennt diese beiden Vergnügen.
Probt erstmal vernünftig, und dann besauft euch gepflegt anschließend.
Aber so halbe Sachen auszuprobieren und während der Probe ein, ja höchstens drei Bier zu trinken, scheitert all zu oft an Charakterschwächen der Darsteller.

Nehmt eure Proben auf Tape oder sonst was auf!
Hört euch die Aufnahmen gemeinsam während der Probe und allein zu Hause an!
Selbst gespielt hört sich ein Stück immer völlig anders an, als auf Band aufgezeichnet.
Beachtet, welches Instrument an welcher Stelle im Vordergrund steht, damit nicht Gitarre und Bass gleichzeitig fiedeln, während das Schlagzeug ein völlig anderen Break spielt und der Sänger mit einer ausgefallenen Melodie brilliert.

Wenn ihr noch größere Transparenz wollt, spielt eure Stücke in unvollständiger Instrumentierung.
Lasst mal den Gesang weg und konzentriert euch auf das Instrumentale.
Oder lasst je zwei Bandmitglieder das Stück alleine spielen, etwa nur Bass und Gitarre, während das Schlagzeug nur den Takt mitklopft.
Dann bemerkt ihr unweigerlich, ob das wirklich zusammen passt, was ihr da spielt.

Spielt auf Klick! Nach Möglichkeit auch live! Wenigstens der Drummer sollte ein Klick im Ohr haben!
Das ist zwar etwas nervig, wirkt aber ungemein. Leicht ist das an gängiger Dancemusik zu bemerken: In aller Regel ist dieses Chartgestampfe ála DJ Bobo oder Scooter bodenlos simpel gestrickt. Aber die Rhythmik lässt sie trotzdem in die Beine unbedarfter Musiklaien fahren. Macht euch das zu Nutze! Probiert mal, euer simpelstes Stück richtig ordentlich auf den Punkt zu spielen. Dann zeigt sich so recht, wer die Musikschule durchlitten hat, aber dafür was gelernt, und wer autodidaktisch ne Menge Spaß, aber nie Disziplin besessen hat.

Equipment

Welches Equipment wir benutzen, könnt ihr unter den FAQs nachlesen. Grundsätzlich lohnt es sich immer zu beobachten, was andere Bands für Kram benutzen.
Allerdings muss man sich dabei hüten zu große Vorbilder zu wählen, um nicht in Sozialneid zu verfallen. Eine Band klingt nicht nur gut, wenn sie custom made Gitarren mit Blattgoldaufsatz spielt.
Wirklich beeindruckend sind Bands, die mit vermeintlicher Schrottausrüstung super klingen. Das passiert meist, wenn eine Band schon wirklich lange zusammenspielt, z.B. bei vielen Amateururgesteinen.
Populäre Bands bekommen sowieso alles in den Arsch geschoben, die müssen oft nur wenig bis nichts für ihre Instrumente zahlen, weil Hersteller Promotiondeals mit ihnen abschließen. Endorsement nennt man das.
Gut ist, wenn ihr ungefähr abschätzen könnt, welcher Bestandteil einer Anlage welchen Sound verursacht - ist's die Gitarre, die so bratzt, oder macht der Verstärker allein aus Scheiße Gold? Das lernt ihr durch jahrelanges Zuschauen bei anderen Bands.

Bandbus

Für uns eines der leidigsten Themen. Wer vom Autokauf nichts versteht, fliegt beim Buskauf um so eher auf die Schnüss, weil Busse so häufig völlig verheizt werden.
Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass ein gemeinschaftlich gekaufter Bus quasi Allgemeingut ist. Also keiner ist dafür explizit verantwortlich, aber alle machen ihn kaputt.
Mietbusse dagegen sind teuer, solche, die speziell für Bandbedürfnisse ausgerichtet sind, äußerst rar. (z.B. Roadhawks, Highway Tiger)
Wer passionierter Mechaniker ist, oder einen Speditionsinhaberpapa hat, hat Ferkel gehabt. Wenn ihr schon einen alten Bus kaufen wollt, dann nehmt einen richtig billigen, der sich schon nach wenigen Konzerten rentiert hat.
Man kann ja auch Glück haben, wie z.B. die D-Sailors mit ihrer 'Grünen Fee', einen Mercedesbrocken, dessen Einkauf sich schon zigfach eingespielt hat, weil nie irgendwas kaputt ging. Wir dagegen hatten ewig nur Pech.

Roadies / Crew

Bei ner Band will natürlich jeder mitfahren, es gibt ja ständig umsonst zu saufen. Meist entwickelt sich das von selbst, welcher gute Kumpel sich dauerhaft als nützlicher Begleiter erweist.
Sobald es einigermaßen läuft, ist ein eigener Merchandiser sehr hilfreich. Bei diesem Job kann man skrupellos jedes Mädel angraben, und, mit ein bisschen Glück, kommt man ihr auch direkt an die Wäsche. "Nein, das Shirt kannst du nicht drüber ziehen, dann sitzt es nicht richtig, da musst du dein Top erstmal ausziehen …"

Sodann ist ein regelmäßig beiwohnender Tonmischer Gold wert. Mischer können noch so talentiert sein, nur wenige können intuitiv erahnen, wie euer Sound genau gestaltet sein soll, wenn sie euch zum ersten und einzigen Mal mischen.
Oft fällt erst 'nem fest engagierten Mischer auf, was bei euch noch zu perfektionieren ist, weil er mit Distanz und trotzdem kontinuierlich euer Schaffen bewerten muss.

Wer Glück hat kennt nen Kumpel, der sich super mit tausend Instrumenten auskennt, aber selbst von keiner ordentlichen Band verpflichtet ist. Der darf dann 'Backliner' werden, also den technischen Ablauf auf der Bühne betreuen.

Wer wirklich was auf sich hält, schafft sich dann noch 'nen Lichtmischer an, der es versteht, aus eurem unbeholfenen Gehopse mittels übersteuerten Blendwerks einen Augenschmaus zu zaubern.

Dooferweise wollen all diese Menschen irgendwann auch noch Geld dafür, dass sie euren Ruf versauen. Denn grundsätzlich ist es die Crew, die bei jeder Gelegenheit durch bodenlosen Unsinn und Unsitten Argwohn und Misswillen auf sich zieht. Der Band genügt ja die Bühnenpräsenz, um ihr Renomiergehabe zu befriedigen, die brauchen keinen Spökes im Backstagebereich und auf der Aftershowparty.
Nie! Das sind immer nur die anderen.

Internet

Baut eine Homepage auf! Das Internet ist ein Segen, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann!
Jede Information ist in Windeseile um den Erdball.
Achtet darauf, dass wesentliche Informationen leicht zu finden sind, also vor allem die Konzertdaten.
Übriger Blödsinn ist immer erwünscht, muss aber auch als solcher erkennbar sein, und nicht vom Wesentlichen ablenken.
Und haltet die Seite aktuell. Wenigstens einmal im Monat sollte ein Update zu sehen sein.

Sammelt die E-mail-Adressen der Besucher!
Das ist das Wichtigste, was ihr überhaupt nur tun könnt!
Jemand, dem es gefallen hat, schaut vielleicht nach dem Konzert mal auf die Homepage.
Dort sieht er dann, dass keine weiteren Konzerte in der Nähe angekündigt sind, und nimmt sich vor, irgendwann noch mal nachzusehen.
Das vergisst er dann aber. Und ist beim nächsten Konzert nicht wieder dabei.
Dem frühen Fantod kann entgegen gewirkt werden!
Schickt regelmäßig Newsletter raus, vor allem, wenn es neue Konzerte anzupreisen gibt!
Aber hütet euch davor, nur Mist rauszuschicken.
Spam ist zum Kotzen, und nichts ist schlimmer, als als solcher eingeschätzt zu werden!

Sampler

Versucht, auf möglichst vielen Samplern vertreten zu sein.
Wenn's keine gibt, die euch haben wollen, bringt selber welche heraus.
Versucht, die musikalische Bandbreite zu weit wie möglich auszudehnen.
Fans lauern überall, auch dort, wo man sie nicht vermutet.
Sampler finanzieren sich häufig über Festabnahmen der teilnehmenden Bands, das heißt, ihr zahlt im Vorhinein einen gewissen Betrag, damit die Produktionskosten gedeckt sind, und dafür erhaltet ihr eine bestimmte Anzahl der fertigen Sampler, um diese selbst zu verticken.
Das ist selten ein großer finanzieller Gewinn, aber dafür bekommen viele Menschen was von eurer Existenz und Musik mit.
Investiert also ruhig ein wenig, wenn's sich im Rahmen hält.
Lasst euch aber nicht mehr als 50 Exemplare des Samplers andrehen, sonst bleibt ihr nachher drauf sitzen.

Aufnahmen / Studios

Gebt möglichst wenig Geld für Aufnahmen aus! Grundsätzlich!
Das Niveau, das die Musikkanäle und Radiosender vorgeben, ist mittlerweile so hoch geschraubt und künstlich, dass eure Eigenproduktionen nie annähernd so gut klingen können.
Und CDs kann heute auch wirklich jeder herstellen, eine solche produziert zu haben, ist keine Auszeichnung mehr.
Wenn es euch darum geht, Demos zur Bewerbung bei Labels und Veranstaltern herzustellen, achtet mehr auf die musikalische Qualität der Lieder und auf ein ansprechendes Äußeres.
Das eine Band viel Kohle hat und sich gute Aufnahmen leisten kann, ist ein völlig unwichtiges Argument in der Auswahl.
Lieder, die auch in schlechter Soundqualität überzeugen, sind echte Pluspunkte. Und ihr könnt davon ausgehen, dass die meisten Newcomer-Produktionen, die ihr im Radio und Fernsehen genießen dürft, mehr oder weniger verschuldet sind und nie ihre Kosten einspielen, weil kein Mensch mehr CDs kauft, und Videos für Viva unanständig teuer sind.
Ökonomische Arbeit ist eine große Ausnahme im Big Business, seht also zu, dass wenigstens ihr das hinkriegt! Geld solltet ihr nur verpulvern, wenn's nicht euer eigenes ist.

Wenn ihr was dazu lernen wollt, dann bemüht euch um ein Praktikum in einem Studio. Ungelernt ist man dort zwar der Kaffeekocher, aber in aller Regel kann man irgendeinen Vorteil für die eigene Band herausschlagen, im Idealfall eine gratis Aufnahme.

Vertickt Demos an eure Fans!
Das bringt wenig, aber dafür ständig Geld, ist also das bekannte Kleinvieh, das nicht verachtet werden darf.
Bevor das GROßE GELD kommt, nehmt lieber erstmal dieses.
Und ein Publikum, das eure Stücke mitsingen kann, ist sowieso geiler!

Plattenfirmen

Sind nur mit Glück zu bekommen. Nur! Schickt eure Demos trotzdem überall hin.
Sucht euch die Adressen aus den CDs, die ihr cool findet.
Ruft anschließend mal dort an und fragt nach!

Merchandise

Druckt euch T-Shirts! Vielleicht seid ihr ja eine nicht so tolle Band, aber super Designer. Super!
Dann verkauft ihr zwar keine Platten, aber werdet beim Merchandise reich! Das macht auch Spaß. (Bei uns hat's ja auch geklappt.)
Wichtig ist hierbei, dass ihr euch nicht vom örtlichen Copyshop abziehen lasst, die euch beschissene Fotodrucke für 20 Euro pro Shirt andrehen.
Kreiert euch ein simples, möglichst einfarbiges Logo. Wenn ihr Mengen von über 100 Stück herstellen lassen wollt, lohnt sich das Siebdruckverfahren.
Dafür müssen einmalig eben jene Siebe hergestellt werden, die das Verfahren benennen und etwas ins Geld gehen. Man kann sie aber immer wieder benutzen, umso mehr Shirts ihr druckt, um so mehr rentieren die sich also. Wenn ihr kleinere Mengen herstellen lassen wollt, oder sogar nur Unikate, dann bietet sich der Plotter an.
Das ist ein Gerät, das relativ feine Motive aus einer Plastikfolie heraus schneidet, die dann aufs Shirt gebrannt wird. Ein Motiv sollte dafür allerdings klar strukturiert sein, Schraffuren sind nicht möglich.
Es bieten sich also Schriftzüge o.ä. an. Bei keiner der Methoden solltet ihr mehr als 10 Euro pro Shirt bezahlen, sonst lohnt es sich nicht.
Unsere Empfehlung sind Inkbite aus Maastricht, die sehr fair und sympathisch sind!

Gewerbe anmelden?

Ein mühsames und ärgerliches Unterfangen. Kostet zwar nicht viel. Aber die Folgeerscheinungen …
Eben war man noch verantwortungsungebundener Avantgarde-Künstler, der in seinem selbstkreierten Klangkosmos die Schranken der Welt überflügelt, und im nächsten Moment nur noch bürokaufmännischer Sachbearbeiter mit einen Tätigkeitsfeld, das jedem Banklehrendrangsal das Wasser reichen kann.
Trotzdem führt spätestens extensiver Merchandiseverkauf zur Verpflichtung, dies dem Fiskus gegenüber zu verantworten. Wer's lässt, spielt Russisch Roulette mit der Möglichkeit, eines Tages mit einer nachträglichen Umsatzschätzung vom Finanzamt konfrontiert zu werden.
Und die könnt ihr nie im Leben bezahlen.

Wir haben erst bei den Aufnahen zur 'Delikatessen 500SL' ein Gewerbe angemeldet, vor allem, weil wir damals mit 'Kinderkram' ins Netz gegangen sind, wo man uns also jederzeit nachweisen konnte, das wir Handel treiben.
Erkundigt euch einfach bei anderen Bands in eurer Größenordnung, ob die sich schon angemeldet und welche Erfahrungen sie dabei gesammelt haben.
Auf keinen Fall braucht ihr die Vorreiter sein, die sich gewissenhaft schon nach den ersten 2000 Euro verdientem Geld bei eurer Bürgerverwaltung melden.
In einer Band lassen sich so viele Ausgaben gegenrechnen, dass man erst bei (für Nachwuchsbands vermeintlich) erheblichen Einkünften schwarze Zahlen schreibt. Und dann wird's für's Amt ja erst interessant.

Übrigens fallen die Einkünfte von Auftritten von Bands unter den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%, statt den üblichen 16%, weil es sich um 'Kunst' handelt.
Lasst euch nicht beirren, wenn euch das Finanzamt was anderes erzählen will.

Wichtig ist lediglich, dass im Vertrag festgehalten wird, dass ihr vom Veranstalter nur 7% Umsatzsteuer (das ist das gleiche wie Mehrwertsteuer) kassiert habt.
Ist kein Prozentsatz angegeben, wird euch das Amt unterstellen 16% in Empfang genommen zu haben und diese auch einfordern.

GEMA?

Die GEMA wurde erfunden, um unter kleinen Bands und Veranstaltern heillose Verwirrung zu stiften oder sie zu Tode zu ängstigen, und lässt jene, die deren Formbögen souverän beherrschen, wie eine Mischung aus menschgewordenem Gott-Titan und dem Finanzminister erscheinen.
Schlimm wird's, wenn im uninformierten PC-Publikum publik wird, dass sie eine GEMA-Band vor Augen haben! GEMA! Das hat doch genau so viele Buchstaben wie NAZI!
Tatsächlich ist die GEMA für kleine Veranstalter und Clubs häufig ein Ärgernis, weil sie, ebenso wie's Finanzamt, zu nachträglichen Einkommensschätzungen mit exorbitanten Nachzahlungsforderungen neigt.
Wer nicht panische Angst davor hat, dass irgendein Tunichtgut sein geistiges Eigentum heimtückisch stiehlt und ein Vermögen damit macht, kann sich die Gemaanmeldung erstmal solang sparen, bis ordentlich Radioeinsätze oder ähnliches zu erwarten sind. Sonst nervt ihr nur Veranstalter, die GEMA-Pauschalen abführen müssen, von denen ihr eh nie was wiederseht, wenn ihr in keinen Verlag eingebunden seid.
Denn als einzelne Band fehlt einem in der Regel Know-how und die Zeit, um der GEMA alle einforderbaren Posten darzulegen, die ihm die eingespielten Pauschalen zurückvergüten.
Ein Verlag dagegen macht so was im großen Stil.
Bevor ihr allerdings nen Verlagsdeal unterschreibt, der gelegentlich auch mal kleinen Bands angeboten wird, weil der Verlag auf späteren Erfolg irgendeiner der von ihm mit geringen Summen gesponsorten Bands hofft, an dem er dann mitverdient, ohne was dafür tun zu müssen, zieht nen Anwalt zu Rate.
Vor allem die Laufzeit des Vertrages sollte mit Bedacht gewählt werden, um späteres Haareraufen zu erübrigen.

Management?

Wenn ihr das Gefühl habt, die Fäden aus der Hand und den Überblick schlechthin zu verlieren, braucht ihr nen Manager. Das ist in Deutschland aber erst ab einem Status üblich, bei dem schon einiges an Geld im Argen liegt. Muss ja auch, denn so ein Management verlangt üblicherweise einen nicht zu knappen Prozentsatz aller Einkünfte.
Dann kann es schon passieren, dass von eurer königlichen Gage erstmal 20% an die Bookingagentur abgehen, nochmal 20% an's Management, dann noch die Crew und der Bus bezahlt werden muss, und dann noch die Fensterscheibe, die im Hotelzimmer ohne Verschulden der Band zu Bruch ging, sowie die Arztkosten wegen der schweren Schnittverletzungen an den Händen, die der Schlagzeuger unerklärlicherweise im Schlaf davon getragen hat.
Wer in die Verlegenheit gerät, vor einer Managmentauswahl zu stehen, sollte sich spätestens dann einem guten Musikanwalt anvertrauen, der dann die verbliebenen 5% der Gage einsackt.

Sonstiges

Nutzt alle eure Beziehungen über 1000 Ecken schamlos aus.
Aber always remember: Eine Hand wäscht die andere!

Es wird immer wieder vorkommen, dass euch irgendwelche "Insider", die schon "total lange im Geschäft" sind, oder auch den und den Berühmten "super gut kennen", das Blaue vom Himmel versprechen. Na klar, ihr könnt ohne weiteres Vorgruppe der Ärzte werden! Und das Studio ist so gut wie umsonst!
Lasst diese Menschen labern. Erhofft euch grundsätzlich überhaupt nichts. Gebt ihnen euer Demo und lasst sie machen.
Wenn was dabei rauskommt, könnt ihr euch immer noch darüber freuen. Einerseits sind falsche Hoffnungen die treibende Kraft jeder kleinen und auch großen Band. Aber manchmal kann man sich die auch echt sparen. Passt auf, dass euch niemand abzockt, bezahlt nur, was euch vernünftig vorkommt und ansonsten: Wartet ab. Die Zeit zeigt, was des Pudels Kern ist.

Softskills wie z.B. Musikalität, Trinkfestigkeit, Kreativität, Persistenz, Humor, Kontaktfreudigkeit, Fachwissen, Gerissenheit, Mathe, Buchhaltung usw. sind von Vorteil.

Nehmt euch Zeit. So 5-10 Jahre sollten es schon sein.

Ein Tipp für Bassisten: Vor allem billige Bassseiten werden durch Schweiss, Biersiff und Hautabrieb sehr schnell stumpf und dumpf. Neue dagegen sind teuer. Zieht in diesem Fall die Seiten ab und kocht sie in einem Topf mit Wasser und einem einzigen Tropfen Spüli, dann klingen sie wieder besser. Ein paar mal kann man sie damit über ihre Zeit hinaus retten.

Lernt eurer Instrument! Unterricht hat noch keinem geschadet. Vor allem, wenn ihn die Eltern bezahlen!

Buchtipps

  • Buch dein eigenes beficktes Leben.
    Auch als homepage (englisch), oder Heimseite (deutsch).
  • The KLF: How to write a Number One Hit Single.
  • Giles Smith: Lost in Music. Verlag Voggenreiter 2002. Kostet 12 €.
  • Sören Bischof: Der Musiker im Steuerrecht. Heyne 2002. Kostet ca. 25 €.
  • Ein bisschen Technik bekommt ihr hier erklärt: www.griffbrett.de
  • Ein weiterer Ratgeber: www.rockprojekt.de
  • Ein Forum für Nachwuchsbands: Amateurmusik.de

Ein Beispiel

Eine hoffnungsvolle Nachwuchsband aus dem Bergischen im Februar 1994.

Du hast noch mehr Fragen zur Bandorganisation?

Schreib mir!

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